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Tip März 2011

 

 

 

 


Schimmel im Küchenbereich
an einer unisolierten Aussenwand

 

 

 

 


Am Fenster kondensierende Luftfeuchtigkeit

 

 

 

 


Schimmel am Fenstersims

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heizstab nach 5 Jahren Betrieb mit 2 kW Grundheizung...
Gekipptes Fenster

 

 

 


Thermografie Taupunktbereich

 

 

Richtiges Lüften!
Die "unendliche" Geschichte...

Richtiges Lüften wird vielen Hauseigentümern und Mietern an´s Herz gelegt,
wenn Schimmelprobleme in Gebäuden auftreten.

Die "gefährdeten" Räume sind all jene, in denen die Luftfeuchtigkeit hoch ist.

  • Küche  - Feuchtigkeit durch Kochen usw.
  • Bad - Feuchtigkeit durch Duschen und auch durch feuchte Handtücher
  • Schlafzimmer - Feuchtigkeit der Atemluft und Ausdünstungen des Körpers
  • Keller - Feuchtigkeit durch Wäsche und undichte Kellerwände

***
Aber wo liegt das Problem?
Dazu muss der Zusammenhang von Raumtemperatur, relative Luftfeuchtigkeit
und vor allem dem "unheimlichen" Taupunkt erklärt werden.

Die relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt im Idealfall zwischen 50 und 60%

Nun muss der Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchte
verstanden werden. Im "normalen" Leben spricht man meist nur von der relativen Luftfeuchte. Die ist simpel definiert. 0% ist absolut trockene Luft, ohne jegliche Luftfeuchtigkeit (gibt es nicht), 100% ist definiert als mit Feuchtigkeit "gesättigte" Luft, also die maximale Menge an Wasser, die die Luft aufnehmen kann, ohne dass die Feuchtigkeit zu Wasser kondensiert.
Das wäre dann Nebel.

Jetzt kommt das Entscheidende!

Die Menge an Wasser, die die Luft speichern kann (also die 100%-Grenze)
ist stark abhängig von der Temperatur der Luft.
Je wärmer, umso mehr Wasser kann die Luft speichern
und umso kälter umso weniger.

 Beispiel:
Luft mit 20° und 50 % rel.Luftfeuchte
hat dann bei 10° vielleicht schon 95 % rel. Luftfeuchte.
Die absolute Feuchte, also die Menge an Wasser in Gramm je m³ Luft
bleibt in meinem Beispiel gleich, nur die Temperatur ändert sich.!!

Wie man sieht wäre nun bei 10° Temperatur schon bald Nebel angesagt.

Diesen Punkt nennt man Taupunkt.
Der Taupunkt ist somit direkt von der Lufttemperatur und der darin enthaltenen
relativen Luftfeuchte abhängig.

In folgender Taupunkt-Tabelle ist der Zusammenhang ersichtlich.

Beispiel:
Wohnzimmer 22°C rel. Luftfeuchte 55%
bei einer Oberfläche (z.B. kalte Aussenwand) die gleich 12,5°C oder kälter ist
bildet sich Wasser.
Je feuchter demzufolge die Raumluft ist, desto früher bildet sich an der
kalten Oberfläche Wasser.
z.B. bei 22°C und 65% schon bei 15,1°C

Das ist der "unheimliche" Taupunkt!

***
So, was kann man nun dagegen tun???

Also entweder die Raumtemperatur erhöhen - was natürlich Energie kostet -
oder die Luftfeuchtigkeit verringern, oder die kalten Oberflächen erwärmen.

Die Luftfeuchtigkeit verringern geht mit "richtigem" Lüften.
Die kalten Oberflächen erwärmen geht z.B. durch Isolation (Vollwärmeschutz).

Was heißt das für's Lüften?

Wenn man es perfekt machen wollte, müsste man die  ABSOLUTE Feuchte
im Raum und draußen ermitteln...
Nur wenn die absolute Feuchte draußen niedriger ist, macht Lüften Sinn.
Macht natürlich keiner...

Nur einfaches stundenlanges Kippen von Fenstern bringt auch nichts, weil dann das Mauerwerk nur auskühlt und dann dort eben früher eine kalte Oberfläche entsteht,
wo sich wieder die Feuchtigkeit niederschlägt.

Das optimale Lüften wäre: Heizung abdrehen, Fenster ganz auf wenn möglich
Durchzug herstellen und das 2-3 mal für einige Minuten täglich.

Eine automatische Lösung ist eine permanente Lüftung mit Wärmerückgewinnung
z.B. das INVENTER-SYSTEM das auch relativ einfach
und kostengünstig nachgerüstet werden kann.
(...siehe folgendes Video) 

 

Kommen Sie zu uns nach Lechbruck am See,
und lassen Sie sich beraten.

    © 20110329
    Autor: K.-H. Fröhlich
    service@zink-haustechnik.de

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